News und Presse
Vortrag „Erfolgreich lernen mit ADHS“ am 1.10.2026
Bei Alexandra Wolf gewannen wir hilfreiche Tips zum Thema „Erfolgreich lernen mit ADHS“. Es wurden die Kernsymptomatiken, Stärken und Herausforderungen der Erkrankung erläutert. Alexandra Wolf diskutierte Motivationsprobleme und Strategien zur Unterstützung von Kindern mit ADHS, einschließlich der Wichtigkeit von Lob für Anstrengungsbereitschaft anstatt für Intelligenz. Sie stellte praktische Tipps vor, wie die Verwendung von Zeitmessern (Sanduhr oder Timer ohne Ticken), Bewegungspausen und der "Motz-Zeit"-Methode, um die Konzentrationsfähigkeit zu verbessern. Sie betonte auch die Bedeutung von Verständnis zeigen und die Trennung zwischen Arbeitszeit und Pausenzeit.
Um die Stärken der Kinder mit ADHS zu fokussieren, gab Sie den Hinweis auf einen Fragebogen, der hier nachgeschlagen werden kann: Fragebogen
5. Austauschtreffen der Pflegeselbsthilfekontaktstellen in
Moritzburg
Rückblick zum 01.10.2026
Das 5. Austauschtreffen der Pflegeselbsthilfekontaktstellen brachte engagierte Akteure aus der Pflegeselbsthilfe, Kooperationspartnerinnen und Unterstützerinnen zusammen. Ziel des Treffens war es, Erfahrungen aus der Praxis zu teilen, aktuelle Herausforderungen zu beleuchten und die Zusammenarbeit über die Regionen hinweg weiter zu stärken. Dafür lud die Fachservicestelle Sachsen in die Räumlichkeiten der Diakademie - Diakonische Akademie für Fort- und Weiterbildung im schönen Moritzburg ein.
Die Pflegeselbsthilfe ist eine unverzichtbare Säule, wenn es um die Begleitung und Entlastung pflegender Angehöriger geht. Das Treffen in Moritzburg hat einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig der Zusammenhalt und der regelmäßige Austausch für alle Akteure in diesem Bereich sind. Die offene, konstruktive Atmosphäre sorgte dafür, dass die Anwesenden wertvolle Impulse und neue Motivation für ihre tägliche Arbeit mitnehmen konnten.
Ein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten für die Organisation und die aktive Mitgestaltung. Die gewonnene Energie wird nun in die Kontaktstellen getragen – mit Vorfreude auf die weiteren gemeinsamen Schritte und das nächste Netzwerktreffen.
Eine Übersicht der aktuellen Pflegeselbsthilfe Kontaktstellen kann unter folgendem Link nachgeschlagen werden: hier klicken
Vortrag zu Neurodivergenz und sensorische Verarbeitung
Rückblick zum 17.09.2026
Perspektivwechsel
und Verständnis für ein neurodivergentes Nervensystem von Anna
Elisa Wolf, Gründerin von ZENSORIK
Der Vortrag bot einen fundierten Einblick in die Funktionsweise des neurodivergenten Nervensystems und zeigte auf, wie stark die sensorische Reizverarbeitung den Alltag von Betroffenen beeinflusst. Es wurde verdeutlicht, dass Wahrnehmungsunterschiede (wie sensorische Über- oder Unterstimulation) keine Verhaltensfehler darstellen, sondern biologisch verankerte Reaktionen des Nervensystems auf Umweltreize sind.
Selbsthilfetag Herzenssache Gesundheit
Rückblick zum 16.09.2026
Am Mittwoch, den 16.09.2026 drehte sich auf dem Gelände der Alten Feuerwehr am Nicolaiplatz in Grimma alles um das Thema gegenseitige Unterstützung und Gesundheit. Auch wir, in Person Anne Enge und Sandra Weiße, waren vor Ort, als das Engagement-Zentrum der Diakonie Leipziger Land gemeinsam mit dem Mehrgenerationenhaus zum regionalen Tag der Selbsthilfe eingeladen hatte.
Bei bester Stimmung bot der Nachmittag reichlich Raum für
Information, persönlichen Austausch und Vernetzung. Das
vielfältige Programm startete ab 14 Uhr mit parallelen
Kurzvorträgen zu wichtigen Fachthemen.
Von Pflegebegutachtung und Vorsorgekuren über Krebsrisiko und
Trauerarbeit bis hin zu Heilkräutern und den
Selbsthilfe-Angeboten im Landkreis konnte sich umfangreich
engagiert werden.
Innovatives Beratungs- und Informationsangebot für Pflegende
Eltern
Pressemitteilung vom 19.07.2026
Der Verein Autismus und AD(H)S im Landkreis Leipzig e.V. beschreitet neue und kreative Wege, um Eltern / Angehörige von neurodivergenten Kindern mit Pflegebedarf nachhaltig zu unterstützen.
Warum gibt es dieses Angebot?
Der Selbsthilfeverein bietet fünf Vor-Ort Elterngruppen in
Grimma, Zwenkau, Borna, Wurzen und Bad Düben an. Neu
hinzugekommen ist ein Online-Austausch für Eltern, deren Kinder
über 16 Jahre alt sind und bei denen Themen wie Übergang in den
Beruf, Beziehungen und Identitätsfindung im Vordergrund
stehen.
Im Verlauf der letzten drei Jahre zeigte sich, dass ungefähr
zwei Drittel der Eltern ihr Kind pflegen. Daraus resultiert ein
hoher Informationsbedarf zu Anträgen, Widersprüchen,
Handlungsoptionen im Pflegealltag und insbesondere zu
Angeboten, bei denen ihre Kinder betreut werden oder sie selbst
Hilfe erfahren können. Ziel des Vereins ist es daher, zu
beraten und über Rehabilitation, Früherkennung, Therapien sowie
Umgang mit Herausforderungen aufzuklären.
Für wen ist das Angebot gedacht?
Insbesondere sind pflegende Angehörige, seien es Eltern, Groß- oder Pflegeeltern angesprochen, aber im weiteren Sinne können sich auch Fachkräfte mit Fragen zu Pflegethemen an den Verein wenden. Regional können die Landkreise Leipzig und Nordsachsen, die Stadt Leipzig sowie bis zu einem gewissen Grad auch der nördliche Teil des Landkreis Mittelsachsen abgedeckt werden.
Was ist konkret geplant?
Beratung von Angehörigen zu allen pflegerelevanten
Aspekten
Unterstützung bei Anträgen und Widersprüchen sowie Begleitung
von Terminen, bspw. Begutachtung durch MDK
Erstellung von Informationen in Form von Flyern und
Merkblättern zu Aspekten des Pflegealltags mit einem
neurodivergenten Kind (bspw. Ernährung, Hygiene, Regulation,
Deeskalation, Meltdown/ Shutdown)
Aufbau eines Kontaktnetzwerks – wer ist für pflegebedürftige
Kinder und deren Angehörige in welcher Form da?
Suche nach Anbietern von Aktivitäten im Bereich Freizeit,
Sport, Kunst und Kultur, die bereit sind, sich ehrenamtlich zu
engagieren
Sukzessives Ausbringen von allen Informationen, Angeboten und
Netzwerkkontakten über die Webseite, damit diese möglichst
allen zur Verfügung stehen, die sie brauchen
Wer koordiniert die Aktivitäten?
Vier Frauen machen sich auf den Weg, neurodivergente Kinder und deren Angehörige tatkräftig zu unterstützen. Mitte Juli starteten Sandra Weiße und Jasmin Biewald. Das Team wird ab September außerdem durch Anne Enge und Tanja Weidauer ergänzt.
Sandra Weiße bringt neben Kenntnissen in Pädagogik, NLP, Körpersprache und Kommunikation ebenso langjährige Erfahrungen in Beratung, Schulung und Begleitung von Erwachsenen und Jugendlichen mit. Die Aufnahme der Tätigkeit wird motiviert dadurch, „dass mehr Menschen erkennen, was Neurodivergenz bedeutet.“ Ihr liegt besonders viel daran, „die Familien sowie ihre Bedürfnisse wirklich zu verstehen. Das ist mir wichtiger als vorschnell Antworten zu haben.“ Sandra Weiße wünscht sich insbesondere, „dass Familien nicht erst kämpfen müssen. Mehr Offenheit, weniger Vorurteile und ein respektvoller Umgang würden für viele einen großen Unterschied machen.“
Jasmin Biewald bereichert das Team durch eine berufliche Orientierung im Bereich Psychologie und vor allem eigene Erfahrungen als spät diagnostizierte neurodivergente Frau und Mutter. Die Tätigkeit als Koordinatorin wird motiviert durch „die Menschen, die im Gesundheitssystem häufig übersehen werden. – Ich möchte Familien dort unterstützen, wo sie gerade stehen.“ Besonders herausfordernd sieht sie die aus Vorurteilen entstehende „Stigmatisierung, Ausgrenzung und oft auch Scham bei Familien. Mehr Sichtbarkeit und Aufklärung sind deshalb entscheidend.“ Ihr Wunsch ist es, „Unterstützungssysteme neuroinklusiver und niedrigschwelliger zu gestalten. Hilfe darf kein Privileg sein.“
Anne Enge steuert einen Erfahrungsschatz im Bereich Projektmanagement, Organisation und Vertrieb bei. Die Volkswirtin möchte ihre berufliche Erfahrung künftig stärker in einem Umfeld einsetzen, in dem „der unmittelbare Nutzen für Menschen“ sichtbar wird. Sie freut sich auf die Herausforderung eines neuen Arbeitsumfelds und sieht „zentrale Punkte in Wissensmanagement und Netzwerkbildung.“ Anne Enge wünscht sich „Offenheit für die Perspektive der betroffenen Familien“ mit dem Ziel, diese möglichst unbürokratisch zu unterstützen.
Tanja Weidauer war langjährig pädagogische Fachkraft in Kindergärten und Schulen. Aktuell gibt sie als selbständige Lernbegleiterin naturnahe Kurse im freizeit- und entspannungspädagogischen Bereich für Kinder und Jugendliche und koordiniert Projekte in den Bereichen Berufsorientierung und Resilienztraining. Die Sozialpädagogin stellt „das Stärken von Beziehungen im Familiensystem über die Anwendung von Methoden“. Sie freut sich darauf, „in einem sichtbaren Netzwerk tätig zu sein und dies auszubauen.“ Auch sie wünscht sich ein tieferes Verständnis und, „dass mehr Menschen, die Kinder und Jugendliche begleiten, Hintergrundwissen zu neurodivergenten Gehirnen aufbauen.“
Der Verein ist sehr dankbar, die vier Frauen für seine Ziele und das angestrebte Angebot zu gewinnen. „Jede von ihnen bringt besonderes Wissen und Stärken mit, die in Kombination bereichernd sind“, sagt Diane Richter, Vorstandsvorsitzende des Vereins. Sie möchte insbesondere die Eltern ansprechen, die bisher für sich allein gekämpft haben. „Das Angebot steht allen zur Verfügung, die es brauchen. Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist nicht notwendig. Ich weiß, es kann viel Überwindung kosten, Hilfe anzunehmen – unsere Tür steht jederzeit offen!“
Perspektiven
Der Verein möchte mit diesem Angebot in der Zukunft auch Fachkräfte aus den Bereichen Kita und Schule erreichen – also auch dort Wissen weitergeben, wo Pflege ebenso Alltag ist wie zuhause. Zudem ist die Einrichtung eines Sorgentelefons angedacht, welches vor allem zu Zeiten aktiv ist, an denen Hilfe manchmal akut gebraucht wird, so z.B. am Wochenende.
Weitere Informationen und Kontakt
Das Angebot wird bis Jahresende finanziert mit Fördermitteln
zur Pflegeselbsthilfe, verfügt durch den Kommunalen
Sozialverband Sachsen und anteilig getragen von Pflegekassen,
Freistaat Sachsen und Landkreis Leipzig.
Eine Fortsetzung ab 2027 ist vorgesehen.
Weitere Informationen: https://pflegesax-eltern.net
Kontakt: team@pflegesax-eltern.net



